Das Prinzip
Um Höhenlinien zu zeichnen muss das Gelände in Scheiben zerlegt werden, die wie in der Abbildung projiziert werden :

Die Dicke (also Höhe) der Scheiben ist konstant: die sogenante Äquidistanz, je nach Maßstab 5, 10, 20... m. Meist ist sie in der Legende vermerkt.
Jede fünfte oder zehnte Höhenlinie ist fett gedruckt und mit der jeweiligen Höhe ü. NN beschriftet.
Die Gipfel sind mit ihrer genauen Höhe angegeben.
Höhenberechnung - theoretisch
Zur Höhenberechnung muss man sich zunächst die Gipfel und Höhenlinien anschauen.
Drei Punkte A, B, C sind in der folgenden Zeichnung markiert:

- A ist ein Gipfel, seine Höhe ist also 187 m
- B ist auf einer Isohypse, also ist seine Höhe 170 m
- C... ist ein etwas schwierigerer Fall!
C liegt zwischen zwei Höhenlinie. Näherungsweise errechnet man seine Höhe, indem man durch ihn die kürzeste Verbinung zwischen den umliegenden Höhenlinien einzeichnet.
Jetzt wird die Länge dieser Linie gemessen, im Beispiel 5 mm.
Dann wird die Entfernung zwischen der tieferen Isohypse (120 m) und C gemessen: hier 1,5 mm.
Schließlich ein Dreisatz: 5 mm entsprechen 10 Höhenmeter, 1,5 mm entsprechen also 1,5 mm (10 m/ 5 mm) = 3m.
Demnach befindet sich C auf einer Höhe von ca. 123 m.
Höhenberechnung - praktisch
Eigentlich bringt es nichts, die obige Rechnung durchzuführen. Warum? Zwei Gründe:
- Zunächst einmal enthält die Karte keinerlei Information darüber, wie das Gelände zwischen den beiden Höhenlinien aussieht - und selten sind die 10 m Höhenunterschied gleichmäßig verteilt.
- Höhenmesser sind ziemlich ungenau und haben einen durchschnittlichen Fehler vom 5 m. 123,5 m kann man also garnicht so genau messen.
Um also die Höhe eines Punktes anzugeben reicht es also die Höhen des umgebenden Höhenlinien zu nennen, der Fehler ist ohnehin ± 5 m.











